FÜNF FRAUEN, FÜNF GESCHICHTEN, FÜNF WEGE — SO UNTERSCHIEDLICH UND DOCH SO GLEICH

Das war er: unser Anlass zum Thema Neuanfang. Gemeinsam mit rund 150 Frauen hatten wir am 20. Juni die Ehre, uns fünf sehr persönliche und inspirierende Geschichten von starken Frauen anzuhören. Und es gibt einiges, was wir von ihnen lernen und mitnehmen können:

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Liebe ist nicht grundsätzlich gefährlich, sie kann es aber leider werden. Genau das musste Tamy Glauser am eigenen Leib erfahren, als sie in ihrer Zeit in New York in einer gewalttätigen Beziehung lebte. Tamy fühlt sich erniedrigt, schweigt und schämt sich – vor den Reaktionen aus ihrem Umfeld. «Ich habe mich damals dazu entschieden, zurück in die Schweiz zu meiner Familie zu kommen, weil dies der einzige Ort war, an dem ich mich von ihr sicher fühlte.» Von Tamy lernen wir: isoliere dich nicht, sondern sprich mit Vertrauten. «Hör auf dein Herz, wage es und geh das Risiko ein. Es ist verschwendete Zeit, etwas zu tun, bei dem man nicht mit dem Herzen dabei ist. Am Ende zahlt sich ein Neuanfang auf jeden Fall aus.»

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Eskalation in der Golfregion: Rita Oswald ist noch ein Kind, als ihre Mutter damals eine schwierige Entscheidung fasste – sie übergibt Rita einem Schlepper, der sie sicher nach Deutschland zu ihrem Bruder bringen soll. Sie schafft es zwar nach Europa, kommt aber zuerst in ein Heim und dann in eine Pflegefamilie. «Als Kind hat man einen Überlebenswillen und ist ein klein wenig verwirrt. Das alles wird durch Angst ersetzt, wenn man älter wird», sagt sie. Von ihr lernen wir: Es geht alles, aber «es braucht Mut, glücklich zu sein und glücklich sein zu wollen.»

Möglichst weit weg, das war schon immer der Wunsch von unserem womenmatters-Kernteammitglied Gaby Köhli. Da kommt ihr das Angebot, als Expat nach Taiwan zu gehen, gerade richtig. Von ihr lernen wir: trau dich! «Wenn es nicht klappt, dann steigst du einfach ins nächste Flugzeug und kommst wieder nach Hause» und «sei offen für Neues – es ist bereichernd, Leute ohne konkreten Nutzen in sein Leben zu lassen und den Austausch zu geniessen». Sie ist überzeugt: «Man muss mehr "einfach machen", denn rückblickend bereut man das, was man nicht gemacht hat.»

Tania Amouzouvi hat einen Traum: sie möchte Schneiderin werden. So beginnt sie eine zweijährige Lehre, doch im jungen Alter von 19 Jahren kommt alles anders. Tania wird schwanger und wird vom sorglosen Teenager zur verantwortungsvollen alleinerziehenden Mutter. Sie muss ihren Traumberuf vorerst an den Nagel hängen, um ihr neues Leben mit dem Neugeborenen zu organisieren. Von ihr lernen wir, dass es nicht spiessig ist, sich Gedanken über Geld zu machen. Und was nicht ist, kann ja noch werden – denn Tania hat sich zwischenzeitlich entschieden, ihren Traumberuf weiterzuverfolgen und mit Hilfe von Amie ihre Lehre zu beenden. «Der Neuanfang hat mir gezeigt, was ich kann: es war schwierig und ich habe es geschafft, deshalb schaffe ich alles andere auch.»

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Ich will mich beruflich verändern – das ist der Herzenswunsch von Judith Trachsel Oberleitner als sie vierzig wird. Sie eröffnete ihre eigene Sprachschule und hat privat Bergsteigen gelernt. Sie rät «wenn man einen grossen Schritt wagt, lieber mit wenigen, aber mit den richtigen Leuten sprechen. Nämlich mit denen, die dich gernhaben und loslassen können». Das Beste am Neuanfang waren die Glücksgefühle, die Lebensfreude und das Staunen darüber, was man auch mit vierzig noch alles schaffen kann. «Der Neuanfang hat Türen aufgetan und Welten eröffnet. Das Netzwerk war winzig zu Beginn der Selbständigkeit, jetzt ist es riesig.»

Ein Herzens-Merci, dass ihr eure persönlichen Stories mit uns geteilt habt! Vielleicht wurde ja dadurch die eine oder andere unter uns für den eigenen Neuanfang inspiriert?

Die Stunde auf der Bühne verging wie im Flug, auch dank Catherine Riesens souveräner Moderation. Die grossartigen Frauen auf der Bühne haben uns wieder mal gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir Frauen uns miteinander vernetzen und uns gegenseitig unterstützen. Deshalb ist es uns stets ein Anliegen, unsere Events mit einem Networking-Apéro ausklingen zu lassen. So blieb auch dieses Mal genügend Zeit, um sich gegenseitig auszutauschen. Merci auch an die Fotografinnen von perspektiv für die wunderschönen Fotos zum Anlass.

Es freut uns übrigens besonders, dass wir auch dieses Mal rund CHF 1'000 an AMIE übergeben dürfen – Danke an alle Spenderinnen.

Ein grosses Merci geht auch an die Basellandschaftliche Kantonalbank, an das Pfarramt für Industrie und Wirtschaft Basel und an PKZ Women in Basel für das grosszügige Event-Sponsoring. Zudem möchten wir uns bei der Kirchgemeinde Basel-West für die tolle Location, bei Eptinger als auch bei Simmentaler Bier für das Getränke-Sponsoring und bei Zeller Media für die Tontechnik bedanken. Ohne euch wären unsere womenmatters-Events nicht möglich.

Herzlichst
Dein womenmatters-Team

 

Unsere Haupt-Sponsoren:

 
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Unser nächster Netzwerk-Anlass
Am 16. Oktober findet unser nächster grosser Event statt. Wir haben auch dieses Mal wieder ein spannendes Programm für dich vorbereitet. Stay tuned!
Wenn du jetzt schon weisst, dass du kommen möchtest, kannst du dich bereits anmelden.

Frauen-Lunches in Zürich
Neben unseren drei Networking-Events, die aktuell im Raum Basel stattfinden, gibt es neu auch Mittagessen unter Frauen in Zürich. Das nächste findet am Dienstag, 6. August statt.

Wir treffen uns um 12.00 Uhr im Restaurant Commihalle an der Stampfenbachstrasse 8 in Zürich. Die Veranstaltung ist offen für alle Frauen und die Kosten werden individuell von den Teilnehmerinnen übernommen. Um genügend Plätze zu reservieren, nehmen wir gerne deine Anmeldung entgegen.


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